Zwei Tote am Gänsehäufel

23-Jähriger starb nach Sprung von Party-Boot

Badetoter im Strandbad Gänsehäufel
© Viyana Manset Haber
Ein dramatischer Hitzetag im Wiener Gänsehäufel endete mit zwei Tragödien: Ein 23-Jähriger - der mit einem Freund auf einem Party-Boot unterwegs gewesen war - und ein Familienvater (39) ertranken.
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Wien. Am Nachmittag des Hitze-Sonntags mit Temperaturen von über 35 Grad rückten die Einsatzkräfte im Wiener Gänsehäufel zum ersten dramatischen Großeinsatz aus. Ein 39-jähriger rumänischer Familienvater ging kurz vor 16 Uhr vor den Augen seiner Ehefrau und der beiden Kinder im Bereich des Oststrands in der Alten Donau unter.

Zehn Taucher suchen im Wasser

Wie Augenzeugen berichten, hatte die Frau des Vermissten plötzlich immer wieder geschrien: "Mein Mann, mein Mann!" und beim Ostufer aufs offene Wasser der Alten Donau gedeutet. Andere Badegäste halfen der Verzweifelten sofort und verständigten die Rettungskräfte, die mit Hubschrauber, Polizei, Feuerwehr und sechs Teams der Berufsrettung sowie mehreren Bademeistern anrückten.

Feuerwehrsprecher Christian Feiler bestätigte gegenüber oe24: "Wir sind mit allen verfügbaren Kräften vor Ort. Zehn Feuerwehrtaucher suchten nach dem Abgängigen." Laut Feiler konnte der 39-Jährige rasch geborgen werden: "Aufgrund der genauen Zielpunktangabe von Zeugen konnten wir den Mann in kürzester Zeit finden." Wie lange er zuvor schon unter Wasser war, ist unklar. Am Strand starteten die Einsatzkräfte sofort mit Reanimationsversuchen. Für den zweifachen Vater kam jedoch jede Hilfe zu spät, er verstarb noch am Unfallort.

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Rettungseinsatz im Strandbad Gänsehäufel


© Viyana Manset Haber


Die Familie des Verunglückten erlitt einen Schock und musste den tragischen Vorfall mitansehen. Die Angehörigen wurden noch an Ort und Stelle von einem Krisenteam versorgt. Ob es sich bei dem Vorfall um einen Unfall oder einen medizinischen Notfall handelte, ist noch unklar, wobei die große Hitze das Risiko für Kreislaufprobleme deutlich erhöht.

Mehrere Einsatzfahrzeuge und Menschen am Seeufer bei einem Rettungseinsatz.
Mehrere Einsatzfahrzeuge und Menschen am Alte-Donau-Ufer bei einem Rettungseinsatz. © Viyana Manset Haber

Zweiter tödlicher Unfall am Abend

Nur wenige Stunden später kam es zu einem weiteren tödlichen Badeunfall im Bereich des Gänsehäufel. Gegen 19 Uhr wurde Alarm ausgelöst, weil ein 23-jähriger Badegast vermisst wurde. Der in Wien geborene junge Mann mit arabischen Wurzeln  hatte sich an der Alten Donau mit einem Freund ein Party-Boot ausgeborgt. Beide waren hineingesprungen, nur einer tauchte wieder auf.

Die Einsatzkräfte suchten nach dem jungen Mann und konnten ihn schließlich aus dem Wasser bergen. Auch in diesem Fall blieb die eingeleitete Wiederbelebung laut Bestätigung der Berufsrettung leider ohne Erfolg.

Weitere vermisste Person rasch gefunden

Die Rettungskräfte standen an diesem extrem heißen Tag, der Tausende zur Abkühlung an die Gewässer trieb, im absoluten Dauereinsatz. Bereits am Vormittag gegen 11:30 Uhr kreiste ein Rettungshubschrauber über dem Bad. Eine Person war nicht zu ihrem Platz zurückgekehrt und als vermisst gemeldet worden. Hier gab es jedoch schnell Entwarnung: Die vermisste Person wurde wenig später wohlauf gefunden.

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