In der Schweiz
Iraner stoppen Friedensverhandlungen
Nach neuen Drohungen von US-Präsident Trump hat die iranische Delegation den Verhandlungsort auf dem Bürgenstock in der Schweiz verlassen. Das behaupten iranische Staatsmedien.
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Laut "Bild"-Bericht seien die Mullah-Verhandler ins Hotel zurückgekehrt. Aber sie hätten die Verhandlungen zunächst nicht wieder aufgenommen. Droht den aktuellen Gesprächen ein vorzeitiges Ende, noch bevor konkrete Ergebnisse erzielt werden konnten? Die Verhandlungen befinden sich derzeit in einem Schwebezustand.
Abzug der iranischen Delegation
Der Grund für den plötzlichen Abzug liegt laut den Berichten aus Teheran an einer Einmischung aus Washington. US-Präsident Trump habe von der Seitenlinie aus eingegriffen. Er soll neue Drohungen gegen das Iran-Regime ausgesprochen haben, was die Mullah-Vertreter offenbar zur Unterbrechung der Gespräche bewegte.
So drohte Trump via Social Media
Trump hatte den Iran gewarnt die Terrorgruppe Hisbollah im Libanon zur Störung der Waffenruhe zu animieren. Er schrieb via "Truth Social": "Der Iran muss seine hochbezahlten Stellvertreter im Libanon umgehend davon abhalten, Unruhe zu stiften. Sollte dies nicht geschehen, werden wir den Iran erneut hart treffen – genau wie letzte Woche, nur noch härter!!!"
Laut IRNA wurde die Drohung Trumps als "beleidigend" aufgefasst. Die unter Vermittlung Pakistans und Katars geführten Gespräche seien "nach 80 Minuten Gespräch und einer Unterbrechung infolge der Veröffentlichung einer beleidigenden Nachricht des US-Präsidenten in eine schwierige Phase eingetreten". Am Mittwoch hatten der Iran und die USA ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geschlossen. Dieses sieht eine sofortige Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Allerdings waren Israel und die Hisbollah an dem Abkommen nicht beteiligt.
Qalibaf: "USA täten gut daran, mit ihren Äußerungen vorsichtig zu sein"
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, auf Angriffe und Drohungen zu verzichten. Irans Chefunterhändler Qalibaf erklärte auf der Plattform X: "Wir schenken amerikanischen Drohungen keine Beachtung. Sie täten gut daran, mit ihren Äußerungen vorsichtig zu sein." Die Streitkräfte der Islamischen Republik seien "bereit, auf andere Weise darauf zu reagieren". Der Chefunterhändler und Parlamentspräsident warnte: "Ganz gleich, was sie sagen - wir sind diejenigen, die handeln."
Zuvor hatte Vance sprach in seiner Eröffnungsrede von einem "historischen Treffen"getroffen. Er rief dazu auf, im Nahen Osten "eine neue Seite aufzuschlagen". "Wir haben in den vergangenen Stunden große Fortschritte erzielt", erklärt Vance am Verhandlungsort auf dem Bürgenstock. "Wir sehen jetzt eine gemeinsame Zukunft, in der alle zusammenarbeiten können, um Frieden und Wohlstand zu fördern."
Eklat um Gipfel-Foto
Laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim wollten die US-Vertreter bei den Verhandlungen in der Schweiz ein gemeinsames Foto mit den Iran-Verhandlern. Die Iraner lehnten ein gemeinsames Foto offenbar ab.
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Die staatlichen Medien des Irans lieferten zunächst keine weiteren Details über das genaue Vorgehen oder mögliche Bedingungen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.
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