Tierversuche

EU legt Strategie zum Ausstieg fest

Fünf weiße Ratten in einem gläsernen Gefäß werden von einem Labor-Mitarbeiter beobachtet.
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Die Bürgerinitiative gegen Tierversuche, die sich vor einigen Jahren an die Europäische Kommission gerichtet hat, hat nun Wirkung gezeigt.
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EU legt Ausstiegsplan aus Tierversuchen vor


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Damals wurde unter anderem ein Ausstiegsplan aus Tierversuchen gefordert. Die EU-Kommission hat nun einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen bei Sicherheitsprüfungen von Stoffen vorgestellt.

Tierversuche drastisch verringern

Ziel ist es, Tierversuche langfristig durch moderne, tierversuchsfreie Methoden zu ersetzen, ohne dabei den Schutz von Mensch zu verringern. Der Plan ist Teil des EU-Chemikalienaktionsplans und knüpft an das bestehende Chemikalienrecht (REACH) an. Insgesamt umfasst der Plan 22 Maßnahmen, die in drei große Bereiche gegliedert sind. Im Zentrum steht der Übergang zu neuen Testmethoden, die ohne Tiere auskommen und zuverlässigere Sicherheitsbewertungen ermöglichen.

Ausstieg aus Tierversuchen

Die erste Säule soll den direkten Ausstieg aus Tierversuchen vorantreiben. Dafür gibt es zahlreiche Empfehlungen, um Tierversuche in vielen Bereichen Schritt für Schritt zu ersetzen oder deutlich zu reduzieren. Betroffen sind unter anderem Chemikalien für Industrie und Alltag, Pestizide, Biozide, Arzneimittel sowie Lebensmittel- und Futtermittelzusätze.

Neue Testmethoden

Die zweite Säule stärkt Forschung und Innovation. Europa soll eine führende Rolle bei alternativen Testmethoden einnehmen. Dazu gehören auch neue Technologien wie künstliche Intelligenz und Datenanalysen, die helfen sollen, sichere Prüfverfahren ohne Tierversuche zu entwickeln.

Intensivierte Zusammenarbeit auf EU-Ebene

Die dritte Säule setzt auf Zusammenarbeit innerhalb Europas und mit internationalen Partnern. Behörden, Forschungseinrichtungen und Industrie sollen enger zusammenarbeiten, damit tierversuchsfreie Methoden schneller in der Praxis eingesetzt werden können.

Die EU-Kommission will die Umsetzung gemeinsam mit den Mitgliedstaaten vorantreiben.

2029 erfolgt Zwischenbilanz

Bis 2029 ist außerdem eine große Konferenz geplant, um den Fortschritt zu überprüfen und weitere Schritte zu diskutieren. Insgesamt soll der Fahrplan dazu beitragen, Tierversuche Schritt für Schritt zu ersetzen und gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards zu sichern.

Bis dahin werden Tierversuche jedoch weiterhin sogar für Kosmetik durchgeführt. Grundsätzlich wären Tierversuche für Kosmetikprodukte in der EU verboten, doch wenn diese Produkte bestimmte Chemikalien beinhalten, besteht eine Verpflichtung zur Durchführung von Tierversuchen. Es gibt aber Alternativen.

PETA kennzeichnet tierversuchsfreie Produkte

Die Tierschutzorganisation PETA hat mit dem Peta-Approved-Label tierversuchsfreie Produkte gekennzeichnet. Wenn du also Tierversuche bei Kosmetik vermeiden möchtest, kannst du dir bei Produkten mit dem "Peta-Approved-Label" sicher sein. Online findest du außerdem eine Liste aller Unternehmen, die keine Versuche an Tieren durchführen. Beispiele sind: Dove, Bio-Turm, The Original, The Body Shop, First Aid Beauty, NYX Professional Makeup und viele mehr

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